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Dunkelheit

Meine Augen sind geöffnet. Ich sehe nichts. Ich spüre nur, wie mich etwas anstarrt. Etwas auf mich lauert. Darauf wartet, dass es mich packen kann. Ein finsterer Geselle. Ein Schatten, der mit böser Zunge spricht. Meine Lust kennt. Der weiß, wie er mich erregen kann. Ich will es. Er weiß es. Durch meinen Kopf zischt seine Stimme. STEH AUF! Ich stehe auf. WIR HABEN HUNGER! Meine Füße tragen mich zur Tür. DU WEIßT, WO SIE SIND! Ich bewege mich den Flur hinunter. WEITER WEITER WEITER! Mit lautlosen Schritten nähere ich mich dem Ende des Flures. Die Tür rechts steht einen Spalt offen. Ich öffne sie. NOCH WEITER! Ich schreite durch den Raum. Ein kurzer laut. Eine Stimme die vor Angst erstickt. DA! Sie kniet vor mir. Sie weint. Sie fleht. Ihr Mann hatte mich zu Fall gebracht. SIE IST, WAS ER BESCHÜTZEN WILL! Sie verstummt. Ihr Blut färbt mich rot. DU MUSST BEIDE TÖTEN! Er hat recht. Ihr Mann stolpert in den Raum. Er lässt seinen Knüppel fallen. Meine Chance. Er bricht in Tränen aus. Er schreit. Ich schreie mit ihm. Mein Begleiter lacht. Stille. Nichts mehr zu hören. Sie und ihr Mann liegen am Boden. Seine Hand packt meinen Knöchel. Ich schaue auf ihn herab. "Warum? Warum tust du uns das an?" Seine fragenden Augen, kurz bevor das Leben aus ihnen entweicht, starren mich an. "Weil ich muss." Er hatte eine Antwort verdient. Er haucht sein Leben aus. Wir sind satt!
2.9.13 01:26


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